So wichtig das wilde Wachsenlassen für die Artenvielfalt ist – ganz ohne lenkende Hand verwandelt sich eine Kulturlandschaft wie die Streuobstwiese schnell in ein undurchdringliches Dickicht. Die gezielten Mäharbeiten mit dem Freischneider an den Rändern und Wegen sind deshalb kein Widerspruch zum Naturschutz, sondern notwendige Strukturarbeit:





Starthilfe für den Nachwuchs: Frisch gepflanzte Obstbäumchen und Sträucher werden vorsichtig freigestellt. So bekommen sie genug Licht und Luft zum Wachsen und werden nicht von den dominanten Obergräsern erdrückt.
Schutz vor Verbuschung: Würde man den Randbereichen komplett freien Lauf lassen, würden Brombeeren und andere ausladende Pionierpflanzen in kürzester Zeit die Oberhand gewinnen und die wertvollen Wiesenblumen verdrängen.
Infrastruktur & Sicherheit: Das Freihalten von Zäunen und Pfaden sorgt dafür, dass die Wiese für die wichtige Pflege – wie das Gießen der Jungbäume im Sommer – zugänglich bleibt und die Verkehrssicherheit an angrenzenden Straßen gewährleistet ist.
Es ist ein bewusster Balanceakt: So viel Wildnis wie möglich, so viel Pflege wie nötig, um diesen wertvollen Lebensraum langfristig vital zu halten.